1915

Am 1. Oktober Gründung der Offenen Handelsgesellschaft
«M. Wendt & M. Kühn». Zu den ersten Erzeugnissen gehören
Lichterengel, Truhen, gedrechselte Dosen und Leuchter.

Beteiligung an der Leipziger Messe.

1916

1917

Umzug der Firma in das alte Fachwerkhaus
an der Chemnitzer Straße.

Grete Wendts Bruder Johannes übernimmt die kaufmännische Leitung
der Firma und wird zugleich Mitinhaber der «Wendt & Kühn OHG»;
Entwurf des Firmenzeichens von Frau Prof. Junge, Dresden.

1919

1920

Eintragung des Firmenzeichens beim Reichspatentamt.
Als Absolventin der Dresdner Kunstgewerbeakademie kommt
Olly Sommer nach Grünhainichen. Sie wird später Johannes Wendts
Ehefrau und an der Seite von Grete Wendt eine einflussreiche
Gestalterin. Margarete Kühn scheidet nach ihrer Hochzeit
aus dem Unternehmen aus.

Margarete Wendt entwirft die
ersten Engelmusikanten.

1923

1924/25

Das neue Werkstattgebäude wird bezogen und
es erscheint der erste Firmenkatalog. Deutlich wird
das Sortiment von figürlichen Entwürfen geprägt.

Zweiter Firmenkatalog; neben zahlreichen Figuren
sind auch viele Spieldosen und Kinderzimmeruhren
im Sortiment. Das Zwillingspaar Sigrid und Hans Wendt
wird am 9. Oktober geboren.

1930

1933/34

Die Kollektion umfasst bereits 800 Entwürfe.
Ein Nachtrag zum Firmenkatalog von 1930 wird herausgegeben.

Das neuerbaute Werkstattgebäude
kann am 1. Oktober bezogen werden.

1936

1937

Wendt & Kühn wird für die Pariser Weltausstellung nominiert
und erhält für den «Engelberg mit Madonna» den GRAND PRIX
und eine Goldmedaille.

25-jähriges Firmenjubiläum; Warenknappheit und Rohstoff-
schwierigkeiten als Folge des Kriegsausbruchs. Eine direkte
Beteiligung an der Rüstungsproduktion kann abgewendet
werden und die Modellfertigung für Offiziersschulen hält
die Produktion aufrecht.

1940

1945

Johannes Wendt wird in die Sowjetunion verschleppt
und verstirbt dort im Dezember in einem Internierungslager.

50% der Firma werden aufgrund des Volksentscheides
in Sachsen enteignet. Margarete Wendt legt dagegen
Widerspruch ein und ihr wird der Rückkauf des
enteigneten Firmenanteils eingeräumt.

1946

1947

Rückkauf des verstaatlichten Firmenanteils.
Das Sortiment wird erweitert, 85 Mitarbeiter arbeiten in der Manufaktur.
Wendt & Kühn beteiligt sich an den Messen in Leipzig und Frankfurt/Main.

Hans Wendt tritt am 1. November in die
Firma ein, er übernimmt später die Leitung
der Grünhainichener Werkstätten.

1954

1966

Margarete Wendt wird in Leipzig für ihre 100. Teilnahme
an der Mustermesse geehrt, auf der sie seit 1916 ausstellt.

Zwangsweise Verstaatlichung und Umbenennung in
«VEB Werk-Kunst Grünhainichen» - die Initialen «W-K» bleiben bestehen.
Hans Wendt kann als Betriebsdirektor den Charakter der Manufaktur
erhalten. Margarete Wendt scheidet aus der Firma aus.

1972

1979

Margarete Wendt stirbt 92-jährig in Grünhainichen.

Reprivatisierung am 1. Juli.
Hans Wendt sorgt als geschäftsführender Komplementär
für den erfolgreichen Neubeginn der «Wendt & Kühn KG».

1990

1991

Olly Wendt verstirbt 95-jährig in Grünhainichen.

Umfangreiche Modernisierung von Fertigung und Verwaltung
sowie Neubau einer Holzlager- und Holztrocknungshalle.

1991-94

1995/96

Rekonstruktion des Produktionsgebäudes aus
dem Jahre 1936 und Produktionsneubau.

Aufwendige Rekonstruktion des denkmalgeschützten
Fachwerkhauses als Verwaltungsgebäude und
Einrichtung einer Verkaufsausstellung.
Tobias Wendt tritt in die Firma ein.

1997

1998

Umfangreiche Erweiterung des 1924
erbauten Produktionsgebäudes.

Einweihung eines neuen Produktionsgebäudes.

2000

2001

Am 31. Dezember überträgt Hans Wendt nach 47-jähriger Tätigkeit
in der Firma (davon 44 Jahre als Geschäftsführer) die Leitung des
familiengeführten Unternehmens seinem Sohn Tobias.

Am 7. Oktober wird Hans Wendt für sein Lebenswerk
mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Erstmals finden im Oktober Schautage bei Wendt & Kühn statt.
Im Dezember erfolgt der Kauf eines Gebäudes in Seiffen.

2002

2003

Im Oktober Eröffnung der Verkaufsgalerie Figurenwelt Seiffen
nach dem kompletten Umbau des in Seiffen erworbenen Hauses
und Gründung der Figurenwelt Seiffen GmbH.

Auszeichnung „Tradition und Form“ vom Verband
Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. /
Landrat und Sparkasse Mittleres Erzgebirge mit dem Preis
für „Hervorragende Traditionspflege – Grünhainichener Engel®“

2005

2008

Am 10. September verstirbt Hans Wendt im Alter
von 77 Jahren nach langer, schwerer Krankheit.

Am 21. Mai verstirbt Sigrid Wendt, Zwillingsschwester
von Hans Wendt und Gesellschafterin von Wendt & Kühn.

2009

2010

95-jähriges Gründungsjubiläum der traditionsreichen Werkstätten
Wendt & Kühn. Tobias Wendt scheidet mit Ende des Jahres
aus dem Unternehmen aus.

Ab 1. Januar übernehmen Tobias Wendts Geschwister
Claudia Baer, geb. Wendt, und Dr. Florian Wendt
die Führung des Familienunternehmens.

2011

2013

Die Wendt & Kühn Figurenwelt in Seiffen feiert im Oktober mit Stammkunden, Mitarbeitern und Wegbegleitern ihren 10. Geburtstag und begrüßt den millionsten Besucher.

In Vorbereitung auf das 100. Firmenjubiläum beginnen im März am Stammsitz in Grünhainichen Umbauarbeiten, die sowohl die Abteilungen Packerei und Versand als auch die Lagerräumlichkeiten betreffen. Eine wichtige Voraussetzung, damit bis Oktober 2015 im historischen Fachwerkhaus die neue Wendt & Kühn-Welt entstehen kann.

2014

2015

Im Jahr 2015 begeht Wendt & Kühn 100. Geburtstag. Gefeiert wird dieses besondere Jubiläum mit Wegbegleitern und langjährigen Partnern und natürlich mit den Liebhabern und Sammlern der Figuren. 

Die Wendt & Kühn-Welt wird am 3. Oktober feierlich eröffnet. Anschließend können Besucher im Rahmen einer Festwoche bis zum
11. Oktober die neuen Räumlichkeiten bestaunen. Auf insgesamt 268 Quadratmetern lädt die Welt zum Entdecken und selbst Ausprobieren ein. Und natürlich ist auch der legendäre Musterschrank wieder zu erleben.