
Mit unseren liebevoll in Handarbeit gefertigten Figuren und Spieldosen stehen wir in der kunsthandwerklichen Tradition der Erzgebirgsregion – und auch in der Verantwortung. Unser wichtigster Werkstoff ist Holz. Jährlich verarbeiten wir etwa 70 Kubikmeter. Dabei achten wir auf einen bewussten und sparsamen Umgang mit dem natürlichen Rohstoff. Langlebigkeit und ein sorgfältiger Umgang mit Materialien sind unser Anspruch an die Fertigung.
Unsere Hölzer beziehen wir aus Sägewerken in der Region. Sie versorgen uns mit einheimischen Holzarten wie Ahorn, Buche, Fichte und Linde. Die Zusammenarbeit mit nahegelegenen Sägewerken ermöglicht kurze Wege zwischen Holzlieferant und unserer Fertigung in Grünhainichen. Mit der bewussten Auswahl unserer Lieferanten legen wir Wert auf kurze Transportwege und eine enge Verbindung zu den Betrieben unserer Region.

Wir arbeiten mit einem vielseitigen Rohstoff, den wir bei der Fertigung unseres Sortiments gezielt nutzen. Engelmusikanten und Blumenkinder zeichnen sich durch ihre zarte Statur und die präzise ausgearbeiteten Instrumente, Blumen und Accessoires aus. Durch die Größe und Kleinteiligkeit unserer Figuren lassen sich daher auch kleinere Holzstücke für filigrane Einzelteile verwenden. Die beim Drehen anfallenden Holzspäne werden für die Wärmeversorgung unserer Fertigungsräume genutzt. Damit führen wir einen Teil des bei der Herstellung entstehenden Materials einer weiteren Verwendung zu – eine Praxis, die in Holzkunstwerkstätten seit Langem Tradition hat. Die Nutzung der Holzspäne für die Wärmeversorgung wurde bei uns im Laufe der Jahre technisch weiterentwickelt. Bereits beim Bau der neuen Räumlichkeiten für Leimerei, Dreherei und Malerei im Jahr 1995 wurde eine Verbrennungsanlage integriert. Während die Holzreste früher noch regelmäßig von Hand zugeführt wurden, erfolgt die Beschickung heute automatisiert über Absauglöcher direkt an den Arbeitsplätzen. Die Verbrennungsanlage kann die Wärmeversorgung der Fertigungsräume im nördlichen Teil des Firmengeländes weitgehend abdecken. So nutzen wir die bei der Fertigung anfallenden Holzspäne zugleich für die Wärmeversorgung unserer Werkstätten.
Bei uns endet der Nachhaltigkeitsanspruch nicht in der Fertigung. Unsere Figuren müssen vor dem Versand gut gepolstert und sicher verpackt werden. Dabei verwenden wir recycelte und biologisch abbaubare Materialien. Auf diese Weise ist es uns 2020 gelungen, 115 Bäume vor der Abholzung zu bewahren. Dafür haben wir von unserem Partner im Bereich Verpackungsmittel, der Firma Pregis, das „Zertifikat für nachhaltige Verpackungen 2020“ erhalten.

Erinnern Sie sich an den Moment, als Sie Ihre erste Figur aus unserer Manufaktur in den Händen hielten? Vielleicht war es ein Geburtstagsgeschenk oder ein Präsent zur Hochzeit? Mit unseren Engeln, Blumenkindern und Spieldosen verbinden sich viele schöne Momente und persönliche Erinnerungen.
Wenn eine liebgewonnene Figur im Laufe der Jahre einmal beschädigt wird, muss sie deshalb nicht ersetzt werden. Wir reparieren und restaurieren Ihre Lieblinge mit viel Aufwand und Präzision. Mit unserer Reparatur- und Restaurierungsarbeit bewahren wir nicht nur den materiellen Wert der Figuren, sondern auch die Erinnerungen und ideellen Werte, die mit ihnen verbunden sind.

Was können wir tun, um unsere Produktion ökologischer zu gestalten? Diese und andere Fragen bewegen uns in unserer “Zukunftswerkstatt”. Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diskutieren in diesem Forum auch das Thema “Nachhaltigkeit”.
Ein Ergebnis dieser Überlegungen ist die Gestaltung einer sogenannten Bienenweide: Statt die Rasenflächen auf unserem Firmengelände überall kurz zu halten, haben wir bestimmte Bereiche ausgewählt, auf denen Gräser und Wiesenblumen wachsen können. So entstehen im Laufe des Jahres farbenfrohe Wiesenflächen auf unserem Gelände.
Wir freuen uns, wenn es ab dem Frühjahr auf diesen Flächen summt und surrt. Vielleicht sind unsere bunten Wiesenstücke auch eine Anregung für Sie, in Ihrem Garten einen Bereich für Gräser und Wiesenblumen wachsen zu lassen.


Die „Erlebnisheimat Erzgebirge“, zu der Wendt & Kühn als Partnerunternehmen gehört, wurde 2025 von TourCert als nachhaltiges Reiseziel zertifiziert. An dem Zertifizierungsprozess beteiligten sich neben dem Tourismusverband Erzgebirge e. V. insgesamt 17 Partnerbetriebe. Im Rahmen des Prozesses wurden unter anderem Themen wie Ressourcenmanagement, regionale Wertschöpfung und Mobilität betrachtet. Die teilnehmenden Unternehmen konnten diese Bereiche im Qualifikationsprogramm „TourCert Qualified“ reflektieren und konkrete Entwicklungsmöglichkeiten für ihre eigenen Abläufe erarbeiten. Auch Mitarbeiterinnen von Wendt & Kühn nahmen an verschiedenen Workshops teil und führten eine Selbsteinschätzung unserer Abläufe im Geschäft durch. Daraus wurden Verbesserungsmöglichkeiten abgeleitet und Maßnahmen umgesetzt.